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Die Applikationslandschaft modernisieren – eine Managementaufgabe fürs EA-Team

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Nur mit einem kollaborativen Vorgehen und der Nutzung strategischer und operativer Planungsmethoden können die Herausforderungen der digitalen Transformation bewältigt werden. Der globale Wettbewerb und die Digitalisierung erfordern von Unternehmen/Organisationen jeder Größe und Branche mehr denn je, auf dynamische Marktentwicklungen sowie neue technologische Herausforderungen rasch reagieren zu können.

 

Dies ist nur möglich, wenn die Unternehmen ihre IT „beherrschen“ und das EAM die Business-IT-Landschaft transparent und zukunftsfähig gestaltet. Die effektive Umsetzung gewährleistet, dass IT und EAM einen hohen Wertbeitrag zum Geschäft des Unternehmens liefern .

 

Enterprise Architecture Management (kurz EAM) entwickelt sich immer mehr zu einer zentralen Managementdisziplin. Es kann bei erfolgreichen IT-Transformationen und digitalen Innovationen eine entscheidende Rolle einnehmen, denn damit steht ein bewährtes Instrumentarium an Tools und Managementmethoden zur Verfügung, um integrierte Planungs-, Steuerungs- und Umsetzungsaktivitäten effektiv und nachhaltig zu realisieren.

 

Das EA-Team (Enterprise Architekten, Business-, System-, Data- und IT-Architekten) des Unternehmens ist dabei heute vielfach gefordert, eine zukunftsfähige Applikationslandschaft zu planen und das sich aus der Zielarchitektur ergebende EA-Projektportfolio erfolgreich umzusetzen. Unverzichtbar ist dazu ein Enterprise Architecture Management, das vor allem den Anforderungen nach Integration von Applikationen, Daten/Informationen und Infrastrukturen/Plattformen kompetent Rechnung trägt. Hierbei ist es wichtig, die Business-Anforderungen in den Mittelpunkt zu stellen und zunehmende, regulatorische Aspekte zu berücksichtigen, wie z.B.die Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung („Privacy-by-Design“).

 

In 7 Schritten zur modernen Architekturlandschaft

 

Folgende Planungsschritte können zum Aufbau einer integrierten, zukunftsfähigen Applikations- und Systemlandschaft durchlaufen werden:

 

1. Unternehmens- und IT-Strategie kennen und verstehen

2. Applikations-Anforderungen mit dem Business abstimmen

3. Applikationsportfolios analysieren

4. Konzeptuelle Ziel-Applikations-Bebauungsplanung

5. Regulatorische Einflüsse und Risikoparameter identifizieren

6. Integrierte Ziel-Business-IT-Architektur entwickeln

7. Umsetzung der Ziel-Architekturen planen

 

Informationsgrundlage für Veränderungen in der Business-IT-Landschaft ist eine gute und aktuelle Dokumentation und Bewertung der Applikationslandschaft sowie deren Beziehung zu Prozessen, Fähigkeiten, technologischer Infrastruktur (System of Reference).

 

Planungsschritt 1: Unternehmens- und IT-Strategie kennen und verstehen

Ausgangspunkt der Planungsüberlegungen sollten – neben einer Analyse der Ist-Business IT-Architektur – vor allem die Ziele des Unternehmens sowie die Anforderungen der Fachbereiche an die künftige Applikationslandschaft sein. Ausgehend davon sollten zunächst die wesentlichen Herausforderungen und Ziele für die Business- und die IT-Architekturen festgehalten und im EA-Team vereinbart werden. Ergänzend sind aktuelle Trends zu analysieren, die für die einzelnen Architektur-Domänen (z. B. Technologietrends bei den Plattformen oder den mobilen Systemen) relevant sein könnten.

 

Planungsschritt 2: Applikations-Anforderungen mit dem Business abstimmen

Änderungen an der Applikationsarchitektur können nur dann kompetent entworfen und umgesetzt werden, wenn klar definierte Geschäftsanforderungen bekannt sind. Am besten gelangt man zu Vereinbarungen, indem - ausgehend von den strategischen Anforderungen - übergeordnete Zielsetzungen für die betroffenen Architektur-Bereiche formuliert werden. Das gilt sowohl für die Applikationen als auch für die technische IT-Architektur (Plattformen, Infrastrukturkomponenten, Datenarchitektur) und die Geschäftsarchitektur.

 

Planungsschritt 3: Applikationsportfolios analysieren

Schon bei wenigen Applikationen macht es Sinn, diese in einem professionellen EA-Werkzeug mit Repositoryunterstützung zu verwalten, vor allem aus folgenden Gründen:

  • Applikationen sowie weitere IT-Elemente werden entsprechend Standardmustern beschrieben und sind daher konsistent auswertbar. Dies spart Zeit in allen späteren Projekten.
  • Ausserdem unterstützen gute professionelle Werkzeuge die Teamarbeit durch Qualitätsmanagementmechanismen sowie Workflows und Freigaben
  • EA-Tools sind heutzutage vorkonfiguriert,so dass direkt begonnen werden kann (Managementreports, Dashboards out-of-the-box)

Es lassen sich einfacher Zusammenhänge, Abhängigkeiten, Redundanzen, oder Lücken und damit Handlungsfelder identifizieren (Kosten-, Effizienztreiber, Risikominimierung). Neben dem Werkzeug sind der Prozess bzw. regelmässige strukturierte Pflege- und Bewertungsprozesse entscheidend (Application-Lifecycle-Management).

 

Bei der Analyse des Applikations- und Produktportfolios empfiehlt sich die Vorgehensweise nach Beurteilungskriterien wie z.B. Business Impact / Business Treiber, Cloud-Affinität sowie Kritikalität (z.B. vorhandene Risiken) der Applikationen sind aktuell verbreitet.

Achtung: Voraussetzung zur Planung und Steuerung von EA ist es, dass die Ist-Situation des Applikations- und Produktportfolios in geeigneter Form dokumentiert und bewertet sowie die dazu vorhandene Informationsbasis im EAM-System laufend aktualisiert wird (System of Reference).

 

Planungsschritt 4: Konzeptuelle Applikationsarchitektur (=Ziel)

Basierend auf vereinbarten Architekturprinzipien, der IT-Strategie und den Anforderungen der Kunden und Stakeholder kann die Ziel-Applikationslandschaft entwickelt werden. Ergänzend lassen sich mittels ALM Potenziale zur Verbesserung der Fitness der Business-IT-Landschaft erkennen und die Effizienz der IT  erhöhen. Wesentliche Ansatzpunkte zur Modernisierung der Applikationslandschaft liegen damit auch in einer Steigerung des Integrationsgrades der Applikationen. Dies kann durch moderne Integrations- und Datenplattformen sowie mittels transparenter Schnittstellen und standardisierter APIs realisiert werden.

Anhand der Ergebnisse kann dann entschieden werden, welche Modernisierungsoptionen sich für welche Anwendungen oder Komponenten anbieten – Lift-And-Shift, Containerisierung, Refactoring etc.. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in unserem Artikel "Wie hilft EA beim Migrieren von Anwendungen in die Cloud?".

 

Ausgehend von den Geschäftszielen, den Analyseergebnissen (etwa des ALM oder Bewertungen), und der langfristigen IT-Strategie kann nun eine Entwicklung des Ziel-Applikationsplans erfolgen.  Ergebnis dieser Planungsphase ist ein modifizierter Ziel-Applikations-Bebauungsplan.

 

Planungsschritt 5: Regulatorische Einflüsse berücksichtigen

Insbesondere aus der DSGVO heraus ergeben sich zusätzliche Anforderungen an Tätigkeiten und Systeme, die personenbezogene Daten verarbeite, deren Nichtbeachtung zu erheblichen Strafen führen kann. Insofern macht es Sinn, insbesondere bei der Gestaltung oder Modernisierung der Anwendungslandschaft DSGVO-Anforderungen (wie z.B. „Privacy by Design) direkt zu berücksichtigen

 

Planungsschritt 6: Integrierte Ziel-Business-IT-Architektur entwickeln und vereinbaren

In einem nächsten Schritt ist mit Hilfe von Wirkungs- und Abhängigkeitsanalysen zu der Ziel-Applikationslandschaft zu prüfen, welche Veränderungen bzw. Anpassungen sich bezüglich der mit den Applikationen verbundenen Architekturbereiche ergeben. Konkret ist dabei für jede Domäne (Business, Daten/Informationen, Infrastrukturen und Plattformen) zu ermitteln, welche neuen Technologien und Produkte sich für den künftigen Einsatz im Unternehmen anbieten oder zwingend notwendig sind. Für jede Domäne sollten die Ergebnisse in der Soll-Domänenarchitektur festgehalten und mit dem Ist-Zustand abgeglichen werden.

 

Planungsschritt 7: Umsetzungsplanung für die Ziel-Architekturen

Für die Umsetzung der Ziel-Architekturen empfiehlt es sich, in den verschiedenen Domänen eine Roadmap bzw. einen Masterplan zu erstellen. Damit involviert sind konkrete Transformationsplanungen (Release- und Migrationspläne der Applikationen, eingesetzte IT- bzw. Integrationsplattformen, Cloud- bzw. digitale Transformationspläne, etc.). Zu dokumentieren ist in den Plänen vor allem, wie von den Ist-Architekturen der Wechsel zeitlich, organisatorisch und technisch zur Soll-Architektur realisiert werden soll.

 

Applikationslandschaft_Architekturplanung_ETiemeyer.jpgWie (neu) starten?

 

1. Hat Enterprise Architecture bisher keinen besonders guten Ruf im Unternehmen? Versuchen Sie zu verstehen warum und erstellen Sie dann ein „Mission Outcome Statement“ (statt eines EA Programmplanes), oder wurde mit EA noch gar nicht begonnen? Um Ihre Stakeholder überzeugen zu können brauchen Sie einen überzeugenden Business Case für EA (Handbook)

2. „Avoid to boil the ocean”: Identifizieren Sie zunächst einen vielversprechenden Teilausschnitt, für den Sie mittelfristig Ergebnisse liefern können

3. Finden Sie die richtigen Experten und beziehen Sie diese ein – Mehrwerte für Management und Fachabteilungen können so am besten generiert werden

 

Lesen Sie demnächst Teil 2 dieser Blogreihe mit dem Titel: "Vier Schritte zur Umsetzung zukunftsfähiger Applikationslandschaften".

 

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ErnstTiemeyer
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Nur mit einem kollaborativen Vorgehen und der Nutzung strategischer und operativer Planungsmethoden können die Herausforderungen der digitalen Transformation bewältigt werden. Der globale Wettbewerb und die Digitalisierung erfordern von Unternehmen/Organisationen jeder Größe und Branche mehr denn je, auf dynamische Marktentwicklungen sowie neue technologische Herausforderungen rasch reagieren zu können.

 

Dies ist nur möglich, wenn die Unternehmen ihre IT „beherrschen“ und das EAM die Business-IT-Landschaft transparent und zukunftsfähig gestaltet. Die effektive Umsetzung gewährleistet, dass IT und EAM einen hohen Wertbeitrag zum Geschäft des Unternehmens liefern .

 

Enterprise Architecture Management (kurz EAM) entwickelt sich immer mehr zu einer zentralen Managementdisziplin. Es kann bei erfolgreichen IT-Transformationen und digitalen Innovationen eine entscheidende Rolle einnehmen, denn damit steht ein bewährtes Instrumentarium an Tools und Managementmethoden zur Verfügung, um integrierte Planungs-, Steuerungs- und Umsetzungsaktivitäten effektiv und nachhaltig zu realisieren.

 

Das EA-Team (Enterprise Architekten, Business-, System-, Data- und IT-Architekten) des Unternehmens ist dabei heute vielfach gefordert, eine zukunftsfähige Applikationslandschaft zu planen und das sich aus der Zielarchitektur ergebende EA-Projektportfolio erfolgreich umzusetzen. Unverzichtbar ist dazu ein Enterprise Architecture Management, das vor allem den Anforderungen nach Integration von Applikationen, Daten/Informationen und Infrastrukturen/Plattformen kompetent Rechnung trägt. Hierbei ist es wichtig, die Business-Anforderungen in den Mittelpunkt zu stellen und zunehmende, regulatorische Aspekte zu berücksichtigen, wie z.B.die Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung („Privacy-by-Design“).

 

In 7 Schritten zur modernen Architekturlandschaft

 

Folgende Planungsschritte können zum Aufbau einer integrierten, zukunftsfähigen Applikations- und Systemlandschaft durchlaufen werden:

 

1. Unternehmens- und IT-Strategie kennen und verstehen

2. Applikations-Anforderungen mit dem Business abstimmen

3. Applikationsportfolios analysieren

4. Konzeptuelle Ziel-Applikations-Bebauungsplanung

5. Regulatorische Einflüsse und Risikoparameter identifizieren

6. Integrierte Ziel-Business-IT-Architektur entwickeln

7. Umsetzung der Ziel-Architekturen planen

 

Informationsgrundlage für Veränderungen in der Business-IT-Landschaft ist eine gute und aktuelle Dokumentation und Bewertung der Applikationslandschaft sowie deren Beziehung zu Prozessen, Fähigkeiten, technologischer Infrastruktur (System of Reference).

 

Planungsschritt 1: Unternehmens- und IT-Strategie kennen und verstehen

Ausgangspunkt der Planungsüberlegungen sollten – neben einer Analyse der Ist-Business IT-Architektur – vor allem die Ziele des Unternehmens sowie die Anforderungen der Fachbereiche an die künftige Applikationslandschaft sein. Ausgehend davon sollten zunächst die wesentlichen Herausforderungen und Ziele für die Business- und die IT-Architekturen festgehalten und im EA-Team vereinbart werden. Ergänzend sind aktuelle Trends zu analysieren, die für die einzelnen Architektur-Domänen (z. B. Technologietrends bei den Plattformen oder den mobilen Systemen) relevant sein könnten.

 

Planungsschritt 2: Applikations-Anforderungen mit dem Business abstimmen

Änderungen an der Applikationsarchitektur können nur dann kompetent entworfen und umgesetzt werden, wenn klar definierte Geschäftsanforderungen bekannt sind. Am besten gelangt man zu Vereinbarungen, indem - ausgehend von den strategischen Anforderungen - übergeordnete Zielsetzungen für die betroffenen Architektur-Bereiche formuliert werden. Das gilt sowohl für die Applikationen als auch für die technische IT-Architektur (Plattformen, Infrastrukturkomponenten, Datenarchitektur) und die Geschäftsarchitektur.

 

Planungsschritt 3: Applikationsportfolios analysieren

Schon bei wenigen Applikationen macht es Sinn, diese in einem professionellen EA-Werkzeug mit Repositoryunterstützung zu verwalten, vor allem aus folgenden Gründen:

  • Applikationen sowie weitere IT-Elemente werden entsprechend Standardmustern beschrieben und sind daher konsistent auswertbar. Dies spart Zeit in allen späteren Projekten.
  • Ausserdem unterstützen gute professionelle Werkzeuge die Teamarbeit durch Qualitätsmanagementmechanismen sowie Workflows und Freigaben
  • EA-Tools sind heutzutage vorkonfiguriert,so dass direkt begonnen werden kann (Managementreports, Dashboards out-of-the-box)

Es lassen sich einfacher Zusammenhänge, Abhängigkeiten, Redundanzen, oder Lücken und damit Handlungsfelder identifizieren (Kosten-, Effizienztreiber, Risikominimierung). Neben dem Werkzeug sind der Prozess bzw. regelmässige strukturierte Pflege- und Bewertungsprozesse entscheidend (Application-Lifecycle-Management).

 

Bei der Analyse des Applikations- und Produktportfolios empfiehlt sich die Vorgehensweise nach Beurteilungskriterien wie z.B. Business Impact / Business Treiber, Cloud-Affinität sowie Kritikalität (z.B. vorhandene Risiken) der Applikationen sind aktuell verbreitet.

Achtung: Voraussetzung zur Planung und Steuerung von EA ist es, dass die Ist-Situation des Applikations- und Produktportfolios in geeigneter Form dokumentiert und bewertet sowie die dazu vorhandene Informationsbasis im EAM-System laufend aktualisiert wird (System of Reference).

 

Planungsschritt 4: Konzeptuelle Applikationsarchitektur (=Ziel)

Basierend auf vereinbarten Architekturprinzipien, der IT-Strategie und den Anforderungen der Kunden und Stakeholder kann die Ziel-Applikationslandschaft entwickelt werden. Ergänzend lassen sich mittels ALM Potenziale zur Verbesserung der Fitness der Business-IT-Landschaft erkennen und die Effizienz der IT  erhöhen. Wesentliche Ansatzpunkte zur Modernisierung der Applikationslandschaft liegen damit auch in einer Steigerung des Integrationsgrades der Applikationen. Dies kann durch moderne Integrations- und Datenplattformen sowie mittels transparenter Schnittstellen und standardisierter APIs realisiert werden.

Anhand der Ergebnisse kann dann entschieden werden, welche Modernisierungsoptionen sich für welche Anwendungen oder Komponenten anbieten – Lift-And-Shift, Containerisierung, Refactoring etc.. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in unserem Artikel "Wie hilft EA beim Migrieren von Anwendungen in die Cloud?".

 

Ausgehend von den Geschäftszielen, den Analyseergebnissen (etwa des ALM oder Bewertungen), und der langfristigen IT-Strategie kann nun eine Entwicklung des Ziel-Applikationsplans erfolgen.  Ergebnis dieser Planungsphase ist ein modifizierter Ziel-Applikations-Bebauungsplan.

 

Planungsschritt 5: Regulatorische Einflüsse berücksichtigen

Insbesondere aus der DSGVO heraus ergeben sich zusätzliche Anforderungen an Tätigkeiten und Systeme, die personenbezogene Daten verarbeite, deren Nichtbeachtung zu erheblichen Strafen führen kann. Insofern macht es Sinn, insbesondere bei der Gestaltung oder Modernisierung der Anwendungslandschaft DSGVO-Anforderungen (wie z.B. „Privacy by Design) direkt zu berücksichtigen

 

Planungsschritt 6: Integrierte Ziel-Business-IT-Architektur entwickeln und vereinbaren

In einem nächsten Schritt ist mit Hilfe von Wirkungs- und Abhängigkeitsanalysen zu der Ziel-Applikationslandschaft zu prüfen, welche Veränderungen bzw. Anpassungen sich bezüglich der mit den Applikationen verbundenen Architekturbereiche ergeben. Konkret ist dabei für jede Domäne (Business, Daten/Informationen, Infrastrukturen und Plattformen) zu ermitteln, welche neuen Technologien und Produkte sich für den künftigen Einsatz im Unternehmen anbieten oder zwingend notwendig sind. Für jede Domäne sollten die Ergebnisse in der Soll-Domänenarchitektur festgehalten und mit dem Ist-Zustand abgeglichen werden.

 

Planungsschritt 7: Umsetzungsplanung für die Ziel-Architekturen

Für die Umsetzung der Ziel-Architekturen empfiehlt es sich, in den verschiedenen Domänen eine Roadmap bzw. einen Masterplan zu erstellen. Damit involviert sind konkrete Transformationsplanungen (Release- und Migrationspläne der Applikationen, eingesetzte IT- bzw. Integrationsplattformen, Cloud- bzw. digitale Transformationspläne, etc.). Zu dokumentieren ist in den Plänen vor allem, wie von den Ist-Architekturen der Wechsel zeitlich, organisatorisch und technisch zur Soll-Architektur realisiert werden soll.

 

Applikationslandschaft_Architekturplanung_ETiemeyer.jpgWie (neu) starten?

 

1. Hat Enterprise Architecture bisher keinen besonders guten Ruf im Unternehmen? Versuchen Sie zu verstehen warum und erstellen Sie dann ein „Mission Outcome Statement“ (statt eines EA Programmplanes), oder wurde mit EA noch gar nicht begonnen? Um Ihre Stakeholder überzeugen zu können brauchen Sie einen überzeugenden Business Case für EA (Handbook)

2. „Avoid to boil the ocean”: Identifizieren Sie zunächst einen vielversprechenden Teilausschnitt, für den Sie mittelfristig Ergebnisse liefern können

3. Finden Sie die richtigen Experten und beziehen Sie diese ein – Mehrwerte für Management und Fachabteilungen können so am besten generiert werden

 

Lesen Sie demnächst Teil 2 dieser Blogreihe mit dem Titel: "Vier Schritte zur Umsetzung zukunftsfähiger Applikationslandschaften".

 

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